Systemisches Denken und Reisen

Auf einem Wanderweg zu neuen Schätzen in sich selbst

Dieser Artikel handelt von den Grundbegriffen des systemischen Arbeitens. Er führt dich auf eine Reise durch verschiedene Städte hinter dem gebirgigen Hinterland Andalusiens. Dir werden auf fantasievolle Weise die wichtigsten Begriffe des systemtheoretischen Gebiets nähergebracht.

Allgemeine Informationen vor Reiseantritt

Zur Einreise wird lediglich ein gültiger Reisepass, gute Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung benötigt. Neugier und eine Haltung des Nichtwissens machen es leicht, die Grundlagen des systemischen Denkens und Handelns nachzuvollziehen. Ein Rucksack ist schnell gepackt und schon tauchen wir ein.

Jedes Land und jedes System haben ihre eigenen Regeln, und es gibt eine klare Grenze, wer in einem System/ Land ist und wer nicht. Und auch jedes Subsystem geizt nicht mit Reizen und unterschiedlichen Kontrasten. Und so hat jedes System, ganz unterschiedliche reizvolle und traditionsreiche Eigenschaften, die in Beziehung stehen und einen längeren Besuch lohnenswert machen. Auf dem Wanderweg durch das gebirgige Hinterland Andalusiens begegnen uns mehrere interessante Städte und Orte, wie zum Beispiel die fantastische Landschaft der Zirkularität, die unzähligen Möglichkeiten der Hypothesenbildung, die leuchtenden Ressourcen der farbenfrohen und erlebnisreichen Welt des radikalen Konstruktivismus.

Zirkularität – Schmuckstück des systemtheoretischen Gebietes

In dieser höchst abwechslungsreichen Provinzhaupstadt „Arcos de la Zirkularidad“ ist die Bewegung weg vom linearen Denken hin zum zirkulären Kausalitätsmodell der touristische Dreh- und Angelpunkt. Das Weltbild in dieser Künstlerstadt setzt sich aus einer unendlichen Anzahl von Konstruktionen zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen und neue Regelkreise bilden. Um diese Stadt und ihre Menschen mit all ihren unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen zu erfassen, wird empfohlen, sich von alten Denkweisen zu verabschieden und diese durch neue zu ersetzen. So erschließt sich diese ganz besondere Kultur für jedermann auf wunderbare Weise. Die Einheimischen freuen sich sehr über Grundkenntnisse im zirkulären Fragen von den Touristen. In dieser Stadt werden alle miteinbezogen (Umwelteinbezug).

Nach einer kurvenreichen Fahrt weiter westlich, erreicht man ein bei Ausflügen beliebtes Ziel, „Ronda de radikale Konstruktivismus“. Mittlerweile kein Geheimtipp mehr, dennoch ein „Muss“ für alle Systemliebhabenden. Der radikale Konstruktivismus fasziniert mit den unterschiedlichen Sichtweisen und der überaus spannenden Viabilität. Auch hier werden nicht mehr die Sprachen „richtig“ oder „falsch“, sondern die Sprache „passend“ gesprochen. Gute Grundkenntnisse sind von Vorteil, weil es mittlerweile kaum noch Einheimische gibt, die die alten Dialekte sprechen.

Rund 60 km weiter südlich erreichst du die Gebirgskette „Parque Natural de la Neutralidad“. Zwischen diesen beiden Bergen liegt das verträumte Dörfchen ohne Namen. Die Einwohner legen großen Wert darauf, dass das Verhalten und die Probleme weder positiv noch negativ gewertet werden. Sie versuchen, sich in ihre Dorfmitbewohner aber auch in ihre Gäste hineinzuversetzen. Bei Konflikten verbünden sie sich mit niemanden. Die Verdienste jedes Mitgliedes werden gleichermaßen anerkannt. Dieses Dorf gilt als ruhig und friedlich.

Huelva de Hypothesen – Metropole der Unterschiedsbildung

Einst war „Huelva de Hypothesen“ die viel gerühmte Stadt der Systemiker. Heute strömen Menschen aus aller Welt hier her, um sich einen Eindruck von Hypothesen zu machen und von dieser Stadt zu lernen. Einer alten Sage nach befindet sich auf dem Marktplatz ein jahrhundertealter Brunnen. Es heißt, wer einen Schluck aus dieser Quelle trinkt, der wird befähigt sein, sich besser in das Verhalten von Menschen hinein versetzen zu können. Es heißt weiterhin, es würde den Menschen befähigen, eine Vielfalt von Hypothesen ausbilden zu können. Dieses würde erheblich dazu beitragen, bei einer Lösungssuche voran zu kommen. Bis heute weiß man nicht, wer diese Sage ins Leben gerufen hat. Tatsache ist, dass noch immer Menschen hierher strömen, um von dieser empathiefördernden Quelle zu trinken.

El Puerto de Ressourcen – unser Fels in der Brandung

Zu den etwas mehr als 30 000 Einwohnern von „El Puerto de Ressourcen“ kommen Scharen von Besuchern: Beratende aus aller Welt, um sich und ihre Klienten besser zu verstehen, Geschäftsleute, die sich eine neue Geschäftsidee erhoffen, Menschen, die auf der Suche sind und Neugierige auf einem Tagesausflug haben. Was hat es mit dieser Stadt auf sich? Zum einem liegt es sicherlich an der traumhaften Landschaft und der imposanten Kulisse, die die Stadt umranden. Doch die meisten kommen, um Bekanntschaft mit den Ressourcen zu machen. Bekanntschaft mit etwas, was sie schon in sich tragen: Stärken und Fähigkeiten. Hat man seine Ressourcen erst einmal entdeckt, kann jeder seinen persönlichen Felsen in der Brandung aktivieren. Menschen, die die Stadt Ressourcen besucht haben, oder die Ressourcen in sich selbst gefu

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